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Seit Februar 2017 fotografiere ich Paare beim Sex. Angelegt an der Schnittstelle zwischen dokumentarischer Fotografie und der künstlerischen Ästhetisierung von Sexualität, Körper und Erotik suche ich nach dem Punctum der je spezifischen Sexualität eines Paares, ohne einen inszenierenden Eingriff vorzunehmen.

Dabei untersuche ich die Möglichkeit, den intimen Raum eines Paares zu durchdringen, ohne ihn zu zerstören – oder ist jeder Versuch sexuelle Intimität einzufangen, zugleich als Eingriff in eben diese dem Scheitern verurteilt?

Die so entstandenen Bilder zeigen Sex ohne selbst sexuell erregend zu sein und werfen damit eine ganz neue Perspektive auf die Darstellbarkeit von Erotik und Sexualität. Die Bilder reproduzieren in sich die Bewegung, welche an sich notwendig ist, um Intimität zu erzeugen: Das Sich-öffnen gegenüber sich selbst und dem Anderen wird sichtbar im gemeinsamen Sich-öffnen gegenüber mir.

Work in progress: Habt ihr auch Lust, euch von mir fotografieren zu lassen, dann schreibt mir.